1970er
Mit Anfang zwanzig stand ich als Keyboarder mit meiner Rockband auf der Bühne. Für lange Zeit war Musik mein einziger Weg, Geschichten zu erzählen durch Klang, Atmosphäre, Emotion und vor allem – ohne Worte.
Und auch in der Musik ging es mir um weit mehr als bloße Unterhaltung. Es ging um Wirkung und das Erzeugen innerer Bilder.
1980er
Mit Mitte dreißig wechselte ich hinter die Kamera. Als Regisseur, Kameramann und Schauspieler begann ich, Geschichten nicht mehr über Klang, sondern über Bilder, Licht und Atmosphäre zu erzählen.
Hier lernte ich, wie Spannung entsteht und wie man Welten erschafft, die sich real anfühlen. Diese Erfahrung prägt bis heute meine Bücher, Filme und visuellen Projekte.
1990er
2000er
Im Alter von 54 begann ich, nachts zu schreiben. Allein, draußen, unter freiem Himmel – begleitet nur vom Licht einer Lampe und meinen Gedanken.
In dieser Umgebung entstand die Welt der Schattenmächte: Eine Geschichte, die historische Realität, Mythologie und verborgene Zusammenhänge verbindet. Was als Idee begann, wurde schnell zu einem ganzen Universum.
Meine erste Novelle schrieb ich 1968. Ich war 14 Jahre alt. Nachdem mein Vater sie zerrissen hatte, schrieb ich 40 Jahre lang nichts Kreatives mehr.
INNENRÄUME
In der Rückschau zeigt sich ein Muster: meine Jugend hatte ein gestörtes Verhältnis zu Macht, Abhängigkeit und emotionaler Kontrolle erlebt. Später geriet ich immer wieder an Frauen mit schweren psychischen oder emotionalen Problemen: Kaufzwang, Gewaltbereitschaft, Depression, emotionale Instabilität.
Drei Fehlentscheidungen und 36 verlorene Jahre meines Lebens
INNENRÄUME
Viele Menschen begleiteten mich nur wenige Jahre auf meinem Lebensweg. Andere – wie mein bester Freund Horst – fast ein halbes Leben.
INNENRÄUME
Die meisten Menschen akzeptieren gesellschaftliche Strukturen, als wären sie unumstößliche Naturgesetze. Mich hingegen hat immer schon interessiert, wer diese Strukturen geschaffen hat und wem sie letztlich dienen:
CUI BONO ?
Nicht nur Staaten und Institutionen üben Macht aus. Es beginnt bereits in der Familie, in der Beziehung, oft in kleinen Räumen wie einem Kinderzimmer. Aber egal, wo Macht entsteht – sie breitet sich immer aus in gesellschaftliche Strukturen, politische Systeme und wirtschaftliche Eliten hinein. Dabei tarnt sich Macht fast immer als Normalität.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht, wer Macht besitzt, sondern wodurch sich Menschen legitimiert fühlen, Macht über andere auszuüben. Um diese Formen der Selbstermächtigung geht es im weitesten Sinne, aber auf unterschiedliche Weise – sowohl in meinen Romanen als auch in meinen politischen Essays. Denn auch SCHATTENMÄCHTE ist – trotz aller Fantasy – letztlich eine Geschichte über die Realität. Und damit schließt sich der Kreis.
SCHATTENMÄCHTE – MEHR ALS EIN BUCH
Ray Adam ist Autor der historischen Fantasy-Reihe Schattenmächte. Seine Werke verbinden Geschichte, Zeitreisen und Mythologie zu einem einzigartigen erzählerischen Universum.
Da sich korrupte Menschen untereinander zusammenschließen, um eine
Macht zu bilden, müssen ehrliche Menschen dasselbe tun.
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